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Meine Imkerei .

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Königinnenzucht.

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Jahresverlauf.

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Die Betriebsweise der Wanderimkerei Heiler

 

 

JahresablaufMeine Wanderimkerei wurde mit Zeidlermagazinen aufgebaut. Diese Magazine werden wahlweise mit 12 Rahmen DM/Warmbau oder mit 10 modifizierten Zander Rahmen (reduziert bei den Völkern den Wildbau zwischen den Zargen) im Kaltbau bestückt.  Die komplette Beute besteht aus einem hohen Boden mit Lüftungsgitter, einer Einschubwanne für die Varroa-Behandlung, einem Fluglochgitter und einem isolierten Deckel. Beim Honigraum wird je nach Tracht zwischen 2/3 Zandermaß und ganzem Zandermaß variiert.
Die Beuten bestehen aus Weymoutkiefer und sind somit durch das geringe Gewicht sehr gut zum Wandern geeignet.

Betriebsweise im Jahresablauf

Die Völker, die eingewintert werden sollen, werden Ende Juli das letzte Mal abgeerntet. Danach wird die unterste Zarge entnommen und der ausgeschleuderte Honigraum rückt auf Position 2 nach. Nun erfolgt bei den Völkern eine kurze Ameisensäuerebehandlung nach dem Behandlungskonzept Baden-Württemberg.
Nach der Behandlungszeit von ca. 5-7 Tagen werden die Zweizargenvölker mit 14 Liter  Zuckerlösung aus Weizenstärke aufgefüttert (einzargige Völker füttere ich bis Mitte September in drei Gaben von jeweils 5 Liter auf, um das Brutnest nicht zu schnell einzuengen). Nach der ersten Auffütterung folgt so gegen Mitte August eine zweite Ameisensäuerebehandlung. 

Ab Mitte September werden die Völker mit zweijährigen Königinnen umgeweiselt, sowie die schlechten einjährigen Königinnen die keinen Ertrag gebracht haben.    

Ende November wird geprüft ob die Völker schon brutfrei sind, danach wird Wetterabhängig die Oxalsäuerebehandlung durchgeführt (bei der Oxalsäuerebehandlung achte ich darauf das es möglichst minus Grade hat damit die Wintertraube eng sitzt und die Behandlung gut anschlägt). 

Mitte/Ende Februar werden die ersten Stichproben bei den Völkern gemacht. Es wird durch Gewichtskontrolle der Futtervorrat kontrolliert, gegebenfalls werden vorhandene Futterwaben zugehängt. 

An warmen Tagen Mitte März erfolgt die erste Durchsicht der Völker. Dabei werden die  Unterböden gereinigt, unbesetzte Waben werden entnommen und schwache Völker über Absperrgitter starken aufgesetzt (dies geschieht zum Ausgleich der Volksstärke). Ab der zweiten bis dritten Aprilwoche werden den Völkern die Honigräume frei gegeben, dabei setzen wir bei der Frühtracht sowie beim Raps im Honigraum nur Mittelwände auf. Beim Löwenzahn werden z.B. komplette ausgebaute Honigwaben aufgesetzt. 

Die Mittelwände bestehen ausnahmslos aus rückstandsfreiem Wachs, welches aus meinem eigenen Wachskreislauf gewonnen wird. 

Des Weiteren gebe ich den Völkern in die zweite Brutraumzarge Mitte April, im Abstand einer Woche, jeweils ein Baurahmen an die zweite Stelle von außen. 

Sobald die Drohnenrahmen verdeckelt sind werden diese entnommen und eingeschmolzen. Die Drohnenrahmen werden entnommen um den frühen Varroa Befall zu entgegnen. 

Ab Ende April beginne ich mit der Ablegerbildung. Dazu entnehme ich pro Volk eine verdeckelte Wabe, dafür setzte ich eine Wabe mit wenig Stiften in einen Ablegerkasten und lasse diese über Nachschaffungszellen eine neue Königin ziehen. Die so gezogenen Jungvölker werden später im Jahr mit meinen Zuchtköniginnen umgeweiselt. 

Die Königinnenzucht behandle ich in einem separaten Kapitel.

Zur Kirschblüte setze ich bei ausgewählten starken Völker auch die Pollenfallen an, diese werden immer im Abstand von  2-3 Tagen vorgesetzt oder entnommen.

Kurz vor Ende der Rapsblüte werden nochmals 1-2 verdeckelte Brutwaben entnommen um Sammelbrutableger für die Königinnenzucht zu bilden. Die Sammelbrutableger werden nach 9 Tagen gebrochen und mit einem Zuchtrahmen bestückt. Nach 5 Tagen käfige ich die Königinnenzellen um, und nach dem schlüpfen der Königinnen wird der Sammelbrutableger aufgelöst und damit Begattungseinheiten gebildet. 

Ab Mitte Mai erfolgt das erste Schleudern von Löwenzahn, Raps, und Blütenhonig. Danach wird mit einem Teil der Völkern in die Akazie und in den Wald gewandert. 

Nach der Akazienschleuderung Anfang Juni, werden die Akazienvölker aufgeteilt und ein Teil in die Edelkastanie, Linde und nochmals in den Wald gestellt.

Dazwischen wird nach den Ablegern und den Königinnen geschaut. Diesen Einheiten wird, wenn keine gute Tracht besteht kontinuierlich eine kleine Gabe von 1 Liter  Flüssigzucker zugegeben.

 Mitte Juli folgt meist das Schleudern von Edelkastanie und Linde sowie die erste Waldtracht.

Die Edelkastanien und Lindenvölker werden nach der Abschleuderung durchgeschaut und teilweise vereinigt um für die nun anstehende Wanderung in den Fenchel, Sonnenblume und Buchweizen starke Völker stellen zu können.
 
Die Völker die in der Waldtracht nur in der Fichte standen werden ab Ende Juli geschleudert und teilweise miteinander vereinigt um starke Völker für die Heidetracht zu bekommen. Die Honigräume werden neu mit Mittelwänden bestückt, danach gehen die Völker in die Nordheide.

Nach der Abschleuderung der einzelnen Trachten werden die Völker von den Waben gefegt, und es werden Ende August Kunstschwärme gebildet. Diese bekommen eine junge Königin und werden eingeengt, mit Oxalsäure behandelt und danach mit Pollenwaben aus der Heidetracht auf Mittelwände gesetzt sowie mit flüssig Futter gefüttert. Die Völker bauen schnellstens die Zarge aus und legen noch ein großes Brutnest mit Winterbienen an. Die so gewonnene Völker werden dann Schritt für Schritt bis Anfang Oktober aufgefüttert. 

Für jede Königin legen wir eine Stockkarte an. Auf dieser Karte wird die Stärke, Brutwabenanzahl, Wabenanzahl, Sanftmut, Wabensitz, Schwarmgedanken, Wanderung und Honigernte (auf 0,5 kg genau) eingetragen. Unter Anmerkungen verzeichnen wir die Vitalität und den Putztrieb, erkennbar durch die Reinheit des Bodens. Unter Vitalität verstehen wir das Überbauen der Waben, starke Kitter, Fluglochbewachung, Anlegen des Brutnestes und der Pollen und Honigvorräte.